Projekt · Juli 2026 · Aktualisiert am 13. August 2026

Ornament im Pasta-Lokal

Ein Boden, der Gäste empfängt, bevor die Karte kommt. Und der aushält, was ein Gastraum täglich mit ihm macht.

Zu sehen: Mhhh Pasta, Weil am Rhein@mhhhpasta

  • Ein Ornament-Boden gibt einem Gastraum sofort Herkunft und wird mit den Jahren Teil der Marke.
  • Im Gastraum sind R9 bis R10 üblich (DGUV-Regel 108-003), die Küche dahinter braucht deutlich mehr.
  • Vor der Bestellung gehört ein Verlegeplan auf den Tisch: Achse, Anschnitte und der Rhythmus, in dem die Motive gemischt werden.

In der Gastronomie arbeitet der Boden doppelt: Er muss den Betrieb aushalten und nebenbei die Atmosphäre bauen. Dieses Pasta-Lokal hat sich für den lauten Weg entschieden: ein Ornament-Boden, der den Raum trägt, bevor das erste Gericht auf dem Tisch steht.

Warum funktioniert ein Ornament-Boden in der Gastronomie?

Ornament-Fliesen sind die Erinnerung an alte Cafés und Kolonialwarenläden, gedruckt auf Feinsteinzeug von heute. Sie leisten etwas, das Einrichtung sonst teuer erkaufen muss: Sie geben dem Raum sofort eine Herkunft, ohne dass ein einziges Möbelstück dafür arbeiten muss.

Für einen Betrieb ist das eine Abkürzung. Ein Musterboden ersetzt Deko, altert nicht und wird mit jedem Jahr mehr Teil der Marke. Wer einmal darauf gegessen hat, erkennt das Lokal am Boden wieder, auf einem Foto, in einer Bewertung, im Vorbeigehen.

Was verlangt der Rapport bei der Verlegung?

Ein Ornament wiederholt sich, und diese Wiederholung muss in den Raum passen. Läuft das Muster auf eine Wand zu und wird dort mittendrin abgeschnitten, sieht die Fläche unfertig aus, egal wie gut die einzelne Fliese ist.

Deshalb entsteht bei Musterböden zuerst ein Verlegeplan: Wo liegt die Achse, wo fallen die Anschnitte, wie viele volle Einheiten passen zwischen Theke und Fensterfront? Bei Ornamenten, die aus mehreren verschiedenen Fliesen bestehen, kommt die Frage dazu, in welchem Rhythmus sie gemischt werden. Sonst entstehen sichtbare Nester derselben Kachel.

Welche Rutschklasse gilt im Gastraum?

Im Gastraum liegt man üblicherweise bei R9 bis R10. Anders als im Wohnbereich gelten hier echte Vorgaben: Für Arbeitsräume und Verkehrswege in Betrieben beschreibt die DGUV-Regel 108-003 die Anforderungen an Flächen, die trocken begangen und im laufenden Betrieb gewischt werden.

In der Küche dahinter sieht es anders aus: Dort kommen Fett und Wasser dazu, und die Anforderungen steigen deutlich. Wer beides in einem Zug plant, sollte die Bereiche früh trennen. Die Fliese, die im Gastraum richtig ist, ist es in der Küche selten.

Was muss ein Gastro-Boden im Betrieb aushalten?

Stühle. Jeden Abend werden sie hundertfach zurückgeschoben, und ihre Beine tragen die gesamte Last auf vier kleinen Punkten. Feinsteinzeug macht das mit, ein Belag mit weicher Oberfläche nicht.

Dazu die Reinigung: In der Gastronomie wird täglich nass gewischt, oft mit stärkeren Mitteln als zu Hause. Durchgefärbtes Feinsteinzeug nimmt das nicht übel, und ein gemusterter Boden hat dabei einen praktischen Vorteil, den niemand in den Prospekt schreibt: Er verzeiht optisch mehr als eine einfarbige Fläche.

Wenn Sie etwas Ähnliches planen

Sprechen Sie mit uns, bevor die Einrichtung steht. Aus Grundriss, Sitzplan und der Lage der Theke ergibt sich, welches Muster im Raum aufgeht und wie viel Material es braucht. Und wir sagen Ihnen, welche Bereiche welche Rutschhemmung brauchen, bevor die erste Palette kommt.

Am großen Muster ist diese Frage in zwei Minuten geklärt.

In der Ausstellung in Emmendingen liegen die Flächen in echter Größe unter echtem Licht. Bringen Sie Ihren Grundriss oder ein Foto mit, dann gehen wir es gemeinsam durch.

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